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Kaffeesud als Blumendünger und zur Schädlingsbekämpfung

Kaffee erfreut nicht nur als Heißgetränk. Der dabei entstandene Kaffeesatz kann als Blumendünger recycelt werden und ist zudem noch kostenlos! Anstatt ihn im Biomüll zu entsorgen, kann er Balkon- sowie Freilandpflanzen in die Erde beigemengt werden und lässt diese bald ganz natürlich erblühen und gedeihen!

 

Blumen düngen mit Kaffeesud – So funktionierts

Der Kaffeesatz kann aus jeder beliebigen Maschine genommen werden. Egal, ob Filtermaschine, Kaffeevollautomat oder auch Kapselmaschine. Wichtig ist, dass der Sud vorher auskühlt und getrocknet wird. Das verhindert Schimmelbildung, welche kontraproduktiv für das Pflanzenwaschstum sein würde. Der Satz von Kaffeevollautomaten eignet sich dafür am besten, da er bereits stark angetrocknet aus der Maschine fällt und nicht erst wie bei Kapseln ausgeschält werden muss.

Sollten beim Trockenvorgang trotzdem schimmlige Stellen entstanden sein, so werden diese entfernt. Als nächstes wird der trockene Sud im Erdreich gleichmäßig verteilt und leicht eingeharkt, bis er sich gut mit der Erde vermengt hat.

Düngeeigenschaft von Kaffeesud

Verantwortlich für den Wachstumsschub der Pflanzen sind die drei Elemente Kalium, Stickstoff und Phosphor im Kaffeesud. Sie gelten als Nährstoffe für Pfanzen und werden über die Wurzeln aufgenommen. Phosphor wird von den Pflanzen zur Blütenbildung benötigt, während Stickstoff das Wachstum anregt.

 

Schädlinge abwehren

Außerdem hält der Sud Schädlinge fern, da eine gesunde, kräftige Pflanze Schädlinge leichter abwehren kann. Ist eine Pflanze erst einmal von Schädlingen befallen, kann ein Gemisch aus Wasser und Kaffeesatz auf die Blätter aufgetragen werden. Besonders Blattläuse lassen sich damit bekämpfen. Kaffeesud neutralisiert zudem kalkhaltiges Wasser, was primär für Zimmerpflanzen entscheidend ist, denn Regenwasser ist in der Regel nicht kalkhaltig (Lesen Sie mehr dazu im Artikel Wasserhärte).

 

Das Einharken des Suds in den Boden lockert zudem die Erde und hält sie auch locker, da der Sud sandig ist.

Idealerweise düngt man ca. 3 Mal pro Jahr mit dem Kaffeesud, um das Pflanzenwachstum aufrecht zu halten. Wem immer noch zu viel Sud übrig bleibt, der kann den restlichen auf den Kompost werfen, wo er noch einmal die Kompostbildung vorantreibt. Wer Schnecken den Kampf ansagen möchte, der legt einen Ring aus Kaffeesatz rund um die zu schützende Pflanze aus. Die Schnecken mögen den Geruch nicht, und machen einen Bogen um die Setzlinge.


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